Warum nicht, fragst du dich? Dann lass uns ein Hühnerleben doch mal gedanklich begleiten. Und zwar eines, das die meisten der Hühner auf unserer Welt leben. Ich nenne unser Huhn Noah. Genau genommen ist Noah ein Hahn, und sein Leben beginnt in einer landwirtschaftlichen Firma. Noch befindet er sich im Ei. Das wurde gerade befruchtet. In einem Hühner-Elternbetrieb wie diesem leben gewöhnlich zwischen 10.000 und 50.000 Hühner. Auf einen Elternhahn kommen rund neun Elternhennen. Sie produzieren befruchtete Eier wie das von Noah – und zwar am laufenden Band. In einem Jahr legen sie 150 bis 250 Masteier. Von hier reist Noahs Ei weiter in eine Brüterei. Das ist ein Ort, an dem er im Ei statt unter schützenden Gluckenfedern in künstlichem Wärmelicht 21 Tage lang zu einem Embryo heranwächst, bis er als Küken schlüpft. Elterliche Fürsorge erhält der kleine Noah nicht. Direkt nach seiner Geburt wird er verpackt und an einen Maststall ausgeliefert. Zusammen mit rund 20.000 anderen Küken.

Masthalle voller weißer Masthühner, dicht an dicht
Foto: Soko Tierschutz

Durch genetische Auslese sind Noah und seine unzähligen Mitbewohner so gezüchtet, dass sie sehr schnell wachsen und außergewöhnlich viel Fleischmasse an ihren Körpern bilden. Innerhalb von fünf Wochen legt Noah das Vierzigfache seines Schlupfgewichts zu. Man nennt ihn daher auch Turbomasthahn. Merkwürdiges Wort für ein Hühnerkind, findest du nicht? Ein Küken in privater Kleinstallhaltung würde im selben Zeitraum viermal weniger Fleischmasse als Noah ansetzen. Nur wenige Tage am Leben bereitet ihm sein eigenes Gewicht bereits starke Schmerzen. Seine Knochen, sein Herz und die anderen inneren Organe schwächeln. Seine Beine knicken weg und er fällt häufig vornüber. Noahs Brust ist im Verhältnis zum Rest seines Körpers so groß, dass er sein Gleichgewicht schlecht halten kann. Darum sitzt er häufig mit abgespreizten Beinen am Boden.

Weißes Masthuhn mit kahlen Stellen sitzt auf dem Stallboden
Foto: Soko Tierschutz

Durch sein rasantes Wachstum wird der Platz rund um den kleinen Noah mit jedem Tag weniger. Seinen einen Quadratmeter muss er sich mit 23 anderen kleinen Hähnen teilen. Die ersten Lebenstage verbringt Noah abwechselnd in Dunkelheit oder in grellem Kunstlicht und in beißendem, die Luft verpestendem Gestank. Der kommt von den Ausscheidungen der vielen tausend Hähne auf engem Raum ohne frische Luft. Auch der ohrenbetäubende Lärm in der Halle belastet Noah. Die Hähnchen sind durch ihre Situation und das, was sie bis hierhin erlebt haben, durcheinander. Sie stoßen schrille oder kreischende Laute aus. Vom Stress. Noah ist noch keinen Monat alt, aber schon ziemlich fix und fertig mit seinem Leben auf dieser Erde. Häufig überkommt ihn Traurigkeit. Er dämmert dann nur so vor sich hin. Mindestens 5 % der Masthühner und -hähne sterben durch die Qualzuchtbedingungen noch während der Mast.

Erschöpftes Masthuhn liegt zwischen anderen Hühnern auf dem Boden
Foto: Soko Tierschutz

Nicht nur für die Tiere, auch für die hier arbeitenden Menschen kann die Situation in der intensiven Hühnermast belastend sein. Wenn sich Tierschützer heimlich Zugang zu Industrieställen, wie Noah einen bewohnt, verschaffen, finden sie neben dem schlechten Allgemeinzustand der Hühner und Hähne fast immer auch Zeichen zusätzlicher menschlicher Gewalt an den Hühnern. Um im Maststall zu arbeiten, müssen viele der Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Gefühle, z. B. Mitgefühl, Ekel oder Traurigkeit, bewusst abstellen und sehr oft mit wenig Geld auskommen. Bei manchen führt das dazu, dass sie in ihrem Innern Verzweiflung und Aggression ansammeln. Irgendwann passt einfach kein Millimeter Verzweiflung mehr in ihre Seele rein und die negativen Gefühle entladen sich unkontrolliert, z. B. durch Gewalt an den wehrlosen Hühnchen und Hähnchen, die nicht weg können.

Arbeiter läuft durch eine Masthalle, Hühner flüchten zur Seite
Foto: Animal Equality

Recherche in einem deutschen Hühnermastbetrieb – Animal Equality (Englisch)

Dabei sind die Menschen ja eigentlich im Stall, um sich um die Tiere zu kümmern.

Noah trägt nach Meinung seiner Besitzer jetzt genug Fleisch und soll geschlachtet werden. Seine Brust, Beine und Flügel kauft eine Supermarktkette, seine inneren Organe die Hundefutterindustrie und seine Knochen ein Hersteller von Fertigsuppen. Für den Transport zum Schlachthof kommt eine Gruppe Menschen in den Stall. Einer packt Noah und andere Hähnchen an ihren Beinen und stopft sie mit Gewalt in viel zu kleine, flache Transportkisten.

Mensch trägt mehrere Hühner kopfüber an den Beinen
Foto: Soko Tierschutz

Noah bricht dadurch ein Flügel. Vor Schmerzen verliert er sein Bewusstsein. Er merkt nicht, wie der Lastwagen mit 10.000 eng in den Kisten lebend verpackten und übereinander gestapelten Hähnchen abfährt. Auch die erste, unter der Abdeckplane hindurch zwischen die Käfige und zerbrochenen Körper der Tiere wehende Frischluft seines Lebens nimmt Noah nicht mehr wahr. Wenn du es aushalten kannst, schau es dir an:

Leidende Masthähnchen: Qualvoller Transport zum Schlachter – Report Mainz, ARD Mediathek

Das Fangen und Verladen der Hühner und Hähne passiert überwiegend nachts, da die Industrie der Ansicht ist, dass den Tieren so weniger Stress verursacht wird. Ein weiterer Grund könnte sein, dass auf den Autobahnen und Straßen weniger Verkehr ist. So stehen die Transportlastwagen seltener im Stau. Auch schlafen die meisten Menschen noch und sehen die schlimmen Transportbedingungen daher nicht. Das bedeutet auch, dass sich bei den Mastbetreibern und den verantwortlichen Behörden weniger Menschen über diesen qualvollen Umgang mit unseren Hühnern und Hähnen empören.

Blick in eine enge, flache Transportkiste mit Hühnern
Foto: Soko Tierschutz

Nach sechs Stunden Fahrtzeit kommt der Lastwagen am Schlachthof an. Hier wartet Noah weitere 3 Stunden, bis er entladen wird. Da das Gesetz in Deutschland vorgibt, dass Nutztiere direkt nach Ankunft geschlachtet werden müssen, tricksen die Konzernbetreiber und lassen die LKWs beladen mit den Tieren stehen, bis Kapazitäten zur Schlachtung frei geworden sind. Die Wartezeit in solchen Schlachthofparkreihen beträgt 2 bis 4 Stunden und länger. Schließlich wird Noahs Käfig mit den anderen Hähnchen ab- und auf ein Fabrikband geladen. Alles riecht nach Blut. Menschenhände in Gummihandschuhen reißen Noah grob aus dem Käfig und hängen ihn kopfüber an einen Metallhaken. Vor und neben Noah hängen die anderen Junghähne aus seiner Transportkiste. Alle sind geschwächt und starr vor Angst. Hintereinander am Fließband hängend werden sie vor ein Wasserbad gefahren, das unter elektrischem Strom steht. Dort hinein werden ihre Köpfe getaucht. Ein Stromschlag fährt durch Noahs gesamten Körper. Er verkrampft und verliert nun endgültig sein Bewusstsein. Im nächsten Schritt fährt die automatische Schlachtanlage Noahs schlaff hängenden Körper weiter. Plötzlich gerät das Fließband ins Stocken. Noah wacht auf. Durch seine halb geöffneten Augen sieht er, wie fast im Sekundentakt den vor ihm hängenden Hühnern von einer Maschine mit einer scharfen Klinge die Hälse aufgeschnitten werden. Überall um ihn herum spritzt Blut. Alles geht ganz schnell. Jetzt wird Noah an die Klinge gefahren.

Unser Noah hat dreißig Tage gelebt. Gewöhnliche Haushühner leben 8 bis 10 Jahre. Manchmal gibt es Ausreißer, die älter werden. Ein zwanzig Jahre altes Haushuhn ist bislang das älteste, das dokumentiert wurde. Masthühner überleben wirklich nur einen Monat bis 42 Tage, Biomasthühner zwischen 56 und 81 Tagen. Noahs Leben umfasste weniger als 2 % der natürlichen Lebensdauer eines Huhns. Mindestens 130 Milliarden Mast- und Legehühner in den Tierfabriken weltweit leben jährlich unter sehr ähnlichen Umständen wie Noah. Diese Zahl ergibt sich aus statistischen Erhebungen. Eine 100 % genaue Zahl stellt die Nutztierindustrie nicht zur Verfügung. Sie handelt vor der Öffentlichkeit ohnehin ziemlich geheim. In Hof- und Privathaltung lebende Hühner sind in den Milliarden noch gar nicht mitgezählt. Bleiben wir daher noch kurz bei der Tierindustrie. 90 % der Hühner in Deutschland werden gezüchtet wie Noah. Auf der Supermarktverpackung heißt diese Haltungsform 1 oder 2. Bei einer Haltungsform der Kategorie 3 gibt es ein ganz kleines bisschen mehr Platz pro Huhn, auch muss Frischluft in den Stall gelangen und die Hühnerrassen legen etwas langsamer an Gewicht zu. In der Haltungsform 4 gibt es noch ein klein bisschen mehr Platz, dazu dürfen die Tiere einmal am Tag ins Freie und wachsen wieder ein bisschen weniger schnell. In der Kategorie 5 erhalten sie sogar Auslauf auf Weiden, ihr einer Quadratmeter ist auf maximal 10 Tiere beschränkt und sie und ihre Konsumenten sind durch strenge Futter- und Medikamentenregeln geschützt. Für alle diese Hühner, egal aus welcher Haltungsform sie kommen, läuft ihre Schlachtung so ab wie bei Noah. Hier sind die Bedingungen für alle gleich schlimm. Wenn nicht elektrisch, erfolgt ihre Betäubung vor dem Ausbluten ihrer Körper durch CO₂-Begasung. Das ist nicht weniger qualvoll. Das Gas reizt die Schleimhäute der Tiere schmerzhaft und es dauert ein paar zähe Minuten lang, bis ein junges Huhn so sein Bewusstsein verliert.

Weiß-grauer Hahn mit befiederten Beinen vor einer Holztür und Backsteinmauer
Foto: Jakub Pabis

Hühner gehören offenbar zu den von uns verkanntesten Tieren überhaupt. Wenn du Hühner kennst und weißt, wie ihr Wesen ist, fragst du dich bestimmt, wer sich die brutale Zucht ausgedacht und vor allem staatlich und behördlich genehmigt hat. Hühnerexperten wissen: Hühner stellen untereinander Rangordnungen auf. Dafür setzen sie neben ihren Krallen ihre Schnäbel ein, daher nennt man es auch Hackordnung. Allerhöchstens 80 Hühner, nicht mehr, sollte man in einer Schar zusammenhalten. Andernfalls verlieren sie nämlich ihr soziales Verhalten und damit ihr Orientierungsvermögen. Häufig führt ein Hahn seine Hühnerschar nicht allein, sondern gemeinsam mit einer Leithenne an. Die beiden regeln das Zusammenleben, damit sich alle, also auch die sich ihnen unterordnenden Hennen, wohlfühlen und gesund bleiben. Wenn genügend Auslauf, Schlafplätze und Nahrung zur Verfügung stehen, beschützen sich Hühner in so einem sozialen System gegenseitig. Mit vielen Tausend Hennen und Hähnen auf engstem Raum willkürlich zusammengepfercht zu sein, statt in einer funktionierenden Schar zu leben, muss für jedes einzelne Huhn in einem Maststall oder einer Legehalle ein völlig verwirrender Albtraum sein.

Rotbrauner Hahn mit weißen und braunen Hennen auf einer Wiese
Foto: Robert Kso

Menschen und Hühner verbindet eine lange Kulturgeschichte. Im antiken Persien standen die den Tag herbeirufenden Hähne für den Kampf gegen die Dunkelheit und den Sieg des Guten über das Böse. Ihr Ansehen als Wächter des Lichts erfahren sie in unseren Geschichten bis heute. Das findet sich zum Beispiel auch im Christentum und ist einer der Gründe, weshalb auf vielen Kirchturmspitzen Wetterhähne stehen.

Bei den alten Griechen symbolisierten Hähne aus diesem Grund den Sonnengott Apollon und wegen ihrer mutigen Kampfeslust auch Ares, ihren Kriegsgott. Die Römer befragten Hühner als Orakel vor ihren Eroberungsschlachten, und bis ins Mittelalter lasen Menschen aus dem Verhalten von Hühnern Anzeichen für das kommende Wetter ab. Schwarze Hennen im Spätmittelalter hingegen galten als Verkörperung einer Hexe. In China signalisieren bis heute rote Hühner Glück. Im Christentum mahnt der Hahn zur Umkehr. In Erinnerung an Jesus’ Prophezeiung, Petrus werde ihn noch in derselben Nacht, ehe der Hahn krähe, dreimal verleugnen. Das geschah so. Jesus vergab ihm nach seiner Auferstehung trotzdem, und nachdem Petrus ihm dreimal seine Liebe versichert hatte, wählte Jesus ihn als Führer seiner Anhänger aus. Einzelne Religionen übergreifend symbolisieren Hühner weltweit Wachsam- und Fruchtbarkeit. Wir sammeln daher versteckte Hühnereier am christlichen Osterfest, das seinen eigentlichen Ursprung in germanischen Traditionen findet.

Modell eines Tyrannosaurus rex mit offenem Maul zwischen Bäumen
Foto: Antonio Mistretta

Wusstest du, dass Hühner näher mit den ausgestorbenen Dinosauriern verwandt sind als Krokodile? Die Vögel sind die nächsten noch auf der Erde lebenden Verwandten des riesigen Tyrannosaurus rex. Sie stammen zwar nicht unmittelbar von ihm ab, teilen sich mit ihm aber denselben Vorfahren. Schätzungen zufolge gibt es eintausend Hühnerrassen auf der Erde und noch viel mehr Unterrassen, sogenannte Farbschläge. Alle diese Hühner stammen von ihrer Urform, dem aus Südasien stammenden Roten Dschungelhuhn, ab. Vermutlich wurde das Wildhuhn, das auch Bankivahuhn heißt, durch den Reisanbau zu einem Kulturfolger von uns Menschen. Irgendwann vor 5.000 bis 8.000 Jahren haben wir es gezähmt, mit ihm gehandelt und es im weiteren Verlauf der Zeit mit anderen Urhühnern verpaart. So wurden Hühner und ihre Eier bis heute zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel für Menschen auf der ganzen Welt.

Bankivahahn mit rotem Kamm und schillerndem Gefieder auf dem Waldboden
Foto: Jason Thompson, CC BY 2.0

Eine Dschungelhenne legt pro Jahr rund 10 bis 30 Eier, und zwar an für Raubtiere nicht einsehbaren Plätzen, z. B. im dichten Gebüsch, in hohem Gras und in Nestkuhlen. Legehennen in unserer Industrie legen im selben Zeitraum 300 und mehr Eier, also zehn- bis dreißigmal so viele. Warme, geschützte Nester haben sie auch nicht. Ihre Eier fallen auf Fließbandreihen unter Metallkäfigen oder kargen, künstlichen Nestreihen. Dabei presst jedes Huhn das Ei, vergleichbar einer Presswehe beim Menschen, mit dem stumpfen Ende voran durch seine Kloake heraus. Die Kloake ist das Ausscheidungsorgan von Hühnern. Sie scheiden alles darüber aus, also Kot, Urin, die Männer Samen und die Huhnfrauen Eier. Wenn sie ein Ei gelegt haben, verkünden es gesunde Haushühner in kleinen Hof- und Privatställen ihrer Schar mit einem kurzen Gegacker. Wilde Bankivahühner tun das nicht. Schließlich wollen sie im Wald keine Nesträuber anlocken. Hühner verfügen über 30 verschiedene Laute. Vermutlich setzen Hühner ihre Sprache vornehmlich ein, um sich gegenseitig über Nahrung auszutauschen oder vor Feinden zu warnen. Wer weiß, vielleicht verstehen wir sie auch zu wenig und sie erzählen sich untereinander spannende Geschichten und viel mehr.

Wie Hühner sich verständigen – Deutschlandradio

Hinweis: Wir unterscheiden bei Hühnern 30, nicht nur 20 Laute.

Zwei gesprenkelte Hühner auf einem alten Holzstuhl im Garten
Foto: Erwin Bosman

Die Hähne krähen nicht nur morgens, sondern auch tagsüber. Das machen sie, um anderen Hähnen und Hühnern ihr Revier anzuzeigen. Ein laut krähender Hahn gilt unter Hühnern als stark und gesund – somit als geeigneter Beschützer und Vater. Während er kräht, klappt ein Hahn eine Hautfalte über seinen Gehörgang. Er selbst hört sein eigenes lautes Krähen also nur gedämpft. Noch während die Küken im Ei sind, beginnen die Hennen, mit ihnen zu sprechen. Die kleinen Küken antworten ihren Müttern durch die Schale hindurch. Die beiden sind also schon vor dem Schlüpfen eng miteinander vertraut.

Flauschiges gelbes Küken auf einer Wiese
Foto: Julian Sando

Die wenigsten von uns wissen, dass Hühner anderen Hühnern, Tieren und Menschen gegenüber Empathie zeigen und bei Verlusten von Familienmitgliedern und Freunden trauern. In Experimenten haben Hühner gezeigt, dass sie in der Lage sind, bis zu einhundert verschiedene Tier- und Menschengesichter zu unterscheiden. Wenn du etwas vor ihnen versteckst, wissen sie trotzdem, dass der Gegenstand nicht verschwunden sein kann und noch irgendwo zu finden sein muss. Und Hühner sind geduldig. Wenn du sie mit einer Extraportion belohnst, weil sie sich beherrschen und ihr Futter nicht sofort auffressen, dann merken sie sich das. Nicht nur darum sagen Wissenschaftler, Hühner seien sehr intelligent, mindestens so wie Hunde und Katzen. Die Tiere machen aber auch wirklich viele spektakuläre Dinge. Zum Beispiel fressen sie kleine Steinchen, um in ihrem Magen Nahrung zu zerkleinern. Sie haben nämlich keine Zähne wie wir, die ihnen dabei helfen. Hühner können auch Farben gut sehen, besser als wir Menschen, und ganz besonders gut Rot. Vermutlich finden Hühner die Hautkämme und Kinnlappen untereinander und ganz besonders bei ihren Hähnen darum so attraktiv.

Nahaufnahme eines hellen Hahns mit leuchtend rotem Kamm und Kinnlappen
Foto: Joep Bijhold

Hühner können sogar UV-Licht wahrnehmen. In der Dunkelheit hilft ihnen das nicht. Sie sind total nachtblind. Um ihre Schar und ihre Eier vor Raubtierangriffen zu schützen, geben sie trotzdem ihr Bestes und können sogar mit einem offenen und einem geschlossenen Auge schlafen. Besonders sympathisch finde ich an Hühnern, dass sie träumen. Man geht davon aus, genau wie wir Menschen.

Vielleicht sollten wir unseren Hühnern nicht nur im Traum, sondern vor allem im täglichen Alltag mit einem wacheren Geist begegnen, um sie besser zu verstehen und ihnen ein würdevolles Leben zu erlauben.

Lachendes Kind mit einem Küken auf einem Tisch
Foto: Gabriel Frank

Die Zukunft liegt nicht in der Mastanlage, sondern in der Laborfleischfabrik:

Tierlos ist das neue Fleisch – Der Pragmaticus

Bis es so weit ist, könnten zumindest qualvolle Transporte vermieden werden, wenn Schlachter zu den Stallungen kommen. Kleine Modelle wie dieses hier gibt es schon:

Mobile Geflügelschlachtung Prüssing-Peters

Und hier finden „Hühnerverrückte“ Haltungs- und sonstige Tipps von Robert und Happy Huhn:

Robert und Happy Huhn – YouTube